Tag für Tag sorgt unser Kanalnetz zuverlässig dafür, dass Abwasser aus Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sicher zur Kläranlage gelangt. Mit mehr als 120 Kilometern Hauptkanal und zahlreichen Hausanschlussleitungen bildet es einen wichtigen Bestandteil unserer öffentlichen Infrastruktur.
Für die meisten Menschen endet der Weg des Abwassers mit dem Betätigen der Toilettenspülung. Tatsächlich beginnen genau dort jedoch Herausforderungen, die oft unterschätzt werden. Als Kanalnetzbetreiber investieren wir täglich viel Aufwand in die Reinigung, Wartung und Instandhaltung des Abwassersystems, um eine sichere Entsorgung zu gewährleisten.
Feuchttücher verursachen erhebliche Probleme
Eine der größten Belastungen für Kanalisation und Kläranlage entsteht durch die unsachgemäße Entsorgung von Abfällen über die Toilette. Besonders problematisch sind Feuchttücher.
Viele Verbraucher gehen davon aus, dass Feuchttücher problemlos heruntergespült werden können. Selbst als „spülbar“ beworbene Produkte lösen sich jedoch deutlich schlechter auf als herkömmliches Toilettenpapier. Aufgrund ihrer hohen Reißfestigkeit bleiben sie im Kanalnetz oft über lange Zeit erhalten.
Dort können sich die Tücher an Ablagerungen, Wurzeln oder vorhandenen Schäden festsetzen. Gemeinsam mit anderen Fremdstoffen entstehen Verstopfungen, die den Abwasserfluss erheblich beeinträchtigen oder sogar vollständig blockieren.
Was sind die Folgen?
Die Beseitigung solcher Störungen verursacht erhebliche Kosten. Häufig müssen Hochdruckspül- und Saugfahrzeuge eingesetzt werden. In manchen Fällen sind sogar aufwendige Reinigungs- oder Sanierungsarbeiten erforderlich.
Besonders kritisch ist, dass Feuchttücher vorhandene Schwachstellen im Kanalnetz verschärfen. Schon kleine Unebenheiten oder Schäden können ausreichen, damit sich Tücher festsetzen und weitere Ablagerungen ansammeln. Die daraus entstehenden Kosten werden letztlich von der Allgemeinheit getragen.
Was gehört nicht in die Toilette?
Grundsätzlich sollten lediglich menschliche Ausscheidungen und Toilettenpapier über die Toilette entsorgt werden. Nicht in den Kanal gehören:
Diese Stoffe können Verstopfungen verursachen, technische Anlagen beschädigen und die Reinigungsleistung der Kläranlagen beeinträchtigen.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Ein funktionierendes Kanalnetz schützt unsere Umwelt, unsere Gewässer und die Gesundheit der Bevölkerung. Damit dies dauerhaft gewährleistet werden kann, ist die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger wichtig.
Die wichtigste Regel lautet: Alles, was kein Toilettenpapier oder keine menschlichen Ausscheidungen ist, gehört nicht in die Toilette.
Jede Packung Feuchttücher, die im Restmüll statt in der Toilette entsorgt wird, hilft dabei, Verstopfungen zu vermeiden, Kosten zu senken und die Lebensdauer unserer Kanäle und technischen Anlagen zu verlängern.
Unsere Mitarbeitenden sorgen täglich dafür, dass das Kanalnetz zuverlässig funktioniert. Mit Ihrer Unterstützung können wir gemeinsam dazu beitragen, unnötige Störungen zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit unserer Infrastruktur langfristig zu erhalten. Feuchttücher gehören in den Mülleimer – nicht in die Toilette.
Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!
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